Akademische Ausbildung & Fachkompetenz
Restaurierung als
Wissenschaft und Handwerk.
Mein Handwerk gründet auf einem akademischen Studium, das Restaurierung als Disziplin begreift: methodisch, materialwissenschaftlich fundiert und ethisch verantwortlich gegenüber dem Original.
Ausbildung
B.A. Restaurierung/Konservierung
von modernem und technischem
Kulturgut · HTW Berlin
Ich habe an der HTW Berlin Restaurierung und Konservierung von modernem und technischem Kulturgut studiert und mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Der Studiengang verbindet Materialwissenschaft, Kunstgeschichte, Konservierungsethik und praktisches Handwerk mit einem besonderen Fokus auf Objekte des 19. bis 21. Jahrhunderts.
Was mich vom handwerklichen Restaurateur unterscheidet: ich verstehe nicht nur, wie ein Eingriff funktioniert – sondern warum er richtig oder falsch ist.
Studienschwerpunkte
- Leder: Anilinleder, Semi-Anilin, Pigmentleder, historisches Leder
- Holz: Oberflächen, Furniere, Konstruktion, Schellack
- Keramik, Porzellan & Glas
- Emaille & Lacke
- Gemälde & Malschichten
- Metalle & Legierungen
- Knochen, Horn & organische Materialien
- Restaurierungsethik & Dokumentation
Kernspezialisierung
Anilinleder –
meine Spezialisierung.
Anilinleder ist das sensibelste Leder überhaupt – und gleichzeitig das, mit dem die meisten Restaurateure nichts anfangen können. Ich habe über Jahre hinweg eine spezialisierte Praxis aufgebaut: von der Materialdiagnostik über die pH-Behandlung bis zur Airbrush-Laviertechnik. In Berlin und Umgebung gibt es nur sehr wenige Fachleute mit dieser Spezialisierung auf Anilinleder.
Materialdiagnostik
Bestimmung des Ledertyps, pH-Messung, Analyse des Schädigungsgrades.
Airbrush-Lavierung
Transparente Farbkorrekturen, die die Narbentextur des Anilinleders sichtbar lassen.
Konservierung
Fettliquorierung, Rückfettung und Schutzversiegelung für langfristige Stabilität.
Haltung & Ethik
Restaurierung ist
Verantwortung.
Meine Arbeit folgt den Grundsätzen der konservatorischen Ethik, wie sie im akademischen Restaurierungsstudium gelehrt und in der internationalen Restaurierungsgemeinschaft anerkannt werden:
Minimaler Eingriff
So wenig wie nötig, so viel wie für die Stabilisierung erforderlich.
Reversibilität
Jeder Eingriff muss rückgängig gemacht werden können, ohne das Original zu beschädigen.
Dokumentation
Ausgangszustand, Maßnahmen und verwendete Materialien werden schriftlich festgehalten.
Materialkompatibilität
Keine Substanz wird eingesetzt, die das Original langfristig schädigen könnte.
Respekt vor der Patina
Alterserscheinungen sind Teil der Geschichte eines Objekts – keine Fehler die es zu kaschieren gilt.
Das unterscheidet konservatorische Restaurierung fundamental von handwerklicher Reparatur oder Smart Repair. Es geht nicht darum, dass ein Stück neu aussieht – sondern darum, dass es ehrlich bleibt.
Was das für Sie bedeutet
Ich nehme nicht jeden Auftrag an. Wenn ein Stück einen Eingriff erfordert, der seiner Geschichte nicht gerecht wird, sage ich das ehrlich.
Sie erhalten eine klare Einschätzung: Was ist möglich, was ist sinnvoll, und wo liegen die Grenzen der Restaurierung.
Ihre Entscheidung wird auf Basis vollständiger Information getroffen – nicht auf Basis von Verkaufsversprechen.
»Substanz bewahren bedeutet auch: die Wahrheit eines Objekts bewahren. Nicht seine Illusion.«
Berufspraxis
15+ Jahre
in der Praxis.
Von ersten Projekten im Studium bis zum eigenen Arbeitsbereich in Berlin-Wedding.
Staatsoper Berlin, Museen in Hamburg und Äthiopien – Restaurierungsarbeiten auf institutionellem Niveau.
Eigener Arbeitsbereich seit Januar 2026 in Berlin-Wedding. Betreuung von Praktikantinnen und Weitergabe des Fachwissens.
Werdegang
Von der Ausbildung
zur Spezialistin.
Restaurierung historischer Möbel: Furnierergänzung, Retusche, Schellackpolitur, Klebungen.
Restaurierung eines Parkettprobestücks und einer Mahagonisäule der Staatsoper Berlin. Fensterrahmen des Museums für Naturkunde Berlin.
Schwerpunkt: Moderne Materialien und Technisches Kulturgut. Akademische Ausbildung in Materialwissenschaft, Konservierungsethik, Dokumentation und praktischem Handwerk.
Elektrowagen der 1940er Jahre: Dokumentation, Reinigung, Holzfestigung und Retusche. Tinkturenpresse: Materialanalyse, Reinigung und Konservierung.
Ca. 3 Monate freiberufliche Restaurierung historischer Schauvitrinen im Museum für Naturkunde, Berlin.
Schwimmkran „Saatsee": 2 Monate im Rahmen des Vorpraktikums sowie spätere freiberufliche Mitarbeit. Konzept, Lackfestigung, Reinigung und Konservierung der Mechanik. Museum der Arbeit: Konservierung einer Hartgummi-Madonna.
Restaurierung eines Dieselgenerators: Reinigung und Konservierung von Metalloberflächen, Festigung von Asbesttextilien unter Feldbedingungen.
Restaurierung einer historischen Beinprothese – ein seltenes und komplexes Objekt aus gemischten Materialien.
Dekontaminierung historischer Möbel und Rüstungsteile aus dem Schloss Schwerin.
Restaurierung und Konservierung von Möbeln, Gemälden, Keramiken, Lederpolsterobjekten für Film und Theater. Werkstattleitung und Datenbankverwaltung.
Gründung von luxconservatio. Eigener Arbeitsbereich in der Schwedenstraße 14, in einer Gemeinschaft mit anderen Restauratorinnen und Restauratoren.