Gründerzeit-Kabinettschrank –
Wasserschaden & Furnierrestaurierung
Der Ausgangszustand
Wasserschaden mit
weitreichenden Folgen.
Ein Gründerzeit-Kabinettschrank kam mit erheblichem Wasserschaden ins Atelier. Das Furnier war auf großen Flächen aufgewölbt und stellenweise bereits abgebrochen, Wasserflecken zogen sich über mehrere Oberflächen.
Durch frühere Überreinigung waren Teile der Oberfläche zusätzlich ausgeblichen. An zwei unterschiedlichen Zierleisten fehlten Teile vollständig, und drei der Standfüße hatten sich vom Korpus gelöst.
Schadensübersicht
- —Furnier stark aufgewölbt, teils abgebrochen
- —Wasserflecken auf mehreren Flächen
- —Ausgeblichene Bereiche durch Überreinigung
- —Zwei Zierleisten unvollständig
- —Drei Standfüße gelöst
Deckplatte – Vorher / Nachher
Furnierriss – Konsolidierung im Detail
Zierleisten – nachgefräst, zugeschnitten und farblich angeglichen
Das vollständige Restaurierungsprogramm · ca. 23 Stunden
Zierleisten ergänzen
Fehlende Teile beider Zierleisten vom Bildhauer nachfräsen lassen, anschließend passgenauer Zuschnitt und farbliche Angleichung.
Füße verleimen
Drei gelöste Standfüße werden neu verleimt und strukturell fixiert.
Furnier niederlegen & ergänzen
Aufgewölbtes Furnier wird niedergelegt und konsolidiert, abgebrochene Stellen ergänzt.
Schellackpolitur
Zum Abschluss erhält die gesamte Oberfläche eine frische, traditionelle Schellackpolitur.
Das Ergebnis
Substanz erhalten,
Geschichte sichtbar.
In ca. 23 Stunden Arbeit wurden Furnier, Zierleisten und Standfüße vollständig saniert. Die ergänzten Zierleisten-Teile fügen sich farblich nahtlos in den historischen Bestand ein, die frische Schellackpolitur lässt das Nussholz wieder in seiner ursprünglichen Tiefe leuchten.
Ein Beispiel dafür, wie selbst stark wassergeschädigte Furnierflächen mit der richtigen Handwerkstechnik vollständig gerettet werden können – ohne historische Substanz zu opfern.
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